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Niemals Langeweile auf dem Spielplatz
Daraus wird sich noch
was machen lassen!
Auch in der nichtgrünen Jahreszeit eine
angenehme Atmosphäre
Für Groß und Klein keine Langeweile!
Sand! Sand! Sand!
Das machen wir besonders gerne!
Feiern gehört dazu!

Auf dem Weg zu einem kindgerechteren Schulhof



Unsere Schule hat den Vorteil, über große Grünflächen und dichten Baumbestand zu verfügen. Über mehrere Jahrzehnte hinweg jedoch blieben weite Bereiche für die Kinder offiziell unzugänglich. Ihre Spielmöglichkeiten beschränkten sich auf einen realtiv kleinen, schlecht ausgestatteten Spielplatz in schattig dunkler Lage und zwei ständig überfüllte Fußballbereiche auf einer abgenutzten und höchst unfallgefährdeten Tennenfläche. Eltern, Kinder und Lehrer, die sich ab Frühjahr 1995 zu regelmäßigen Treffen der "Schulhofgruppe " verabredeten, waren sich einig darüber, dass unsere Grundschule nicht eine sterile Parklandschaft, sondern einen Spiel-und Erlebnisbereich für Kinder benötigt. In der Anfangsphase mussten viele Dinge gleichzeitig in Angriff genommen werden:


  • zuständige Behörden über die für Kinder unzulänglichen und teilweise gefährdenden Pausenbedingungen zu informieren und Abhilfe zu fordern,
  • sich gangbare Wege zur Verbesserung in Eigeninitiative auszudenken, nachdem klar war, dass sich der Bezirk aufgrund von Sparzwängen des Senats in keiner Weise in der Lage sah, in absehbarer Zeit Verbesserungen über Fachfirmen zu realisieren,
  • möglichst viele motivierte Mitarbeiter (Kinder, Eltern, Lehrer) für die Idee einer gemeinsam zu planendenen und in weiten Teilen selbst durchzuführenden Schulhofumgestaltung zu gewinnen (z.B. Studien- und Aktionstage); der Grundgedanke war: Die Bereitschaft, einen umgestalteten Schulhof anzunehmen und zu pflegen wächst mit dem Grad der Beteiligung an dessen Planung und Ausführung,
  • ein Gesamtkonzept zu erarbeiten, das aufgrund von Bedarfsanalysen und unter Einbeziehung von Schülervorstellungen eine völlige Neustrukturierung des gesamten Areals vorsieht und einzelne Bauabschnitte, sowie zeitliche Prioritäten festlegt,
  • Wege zur finanziellen Absicherung der Aktivitäten zu erschließen: Sponsoren zu gewinnen, einen Förderverein zu gründen, Sonderprogramme des Senats zwecks Möglichkeit zur Förderung von Schulhof-Projekten zu überprüfen (gefunden: das "Jugend gegen Gewalt - Teilprogramm vom Schulhof zum Spielhof") und entsprechende Mittel zu beantragen,
  • Experten zu finden, die den pädagogischen Schwerpunkt der Arbeit der Lehrer durch Sachkompetenz (Garten- und Landschaftsplanung) ergänzen (umgesetzt: Verbindung zu Mitarbeitern von "Grün macht Schule" und die Einbindung unseres Vorhabens in ABM-Projekte, die durch die Arbeitsämter vergeben werden).
  • Durch regelmäßige Aktionstage an Wochenenden und nur durch den unermüdlichen Einsatz von Eltern, Kindern und Lehrern konnte von den Anfängen 1995 bis heute viel erreicht werden:

  • Alle Rasenflächen sind für die Kinder zugänglich und in Ballspiel- und Ruhebereiche eingeteilt,
  • Weidenpflanzungen bieten vor allem jüngeren Kindern ein eigenes "Spieldorf",
  • die Wildblumenwiese markiert eine natürliche Grenze zwischen Spiel- und Gartenbereich,
  • Büsche und trittfester Rasen und eine größzügig angelegte Hügellandschaft laden zu weitläufigem Bewegen ein,
  • Im großflächigen Garten- und Erlebnisbereich finden sich Blumen- und Nutzpflanzenbeete, Beerensträucher und Obstbäume, sowie
    eine Kräuterspirale, ein mit Sumpfpflanzen versehenes Feuchtbiotop und eine Wildbienenwand mit Grasbedachung,
  • zwei große Sandspielplätze mit einem massiven Spiel- und Kletterhaus aus Baumstämmen, Dreifach-Reckanlage, Spielbühne,
    Spielboot, Hüpfplatten und großer Kletterwand,
  • im Schulgartenbereich befinden sich: Sitzgruppen (Feierecke), eine Spieleisenbahn aus Holz, ein beleuchtbarer Nistkasten und ein Fühlparcours
  • weiterhin wurden geschaffen: ein von den Kindern bemalter Spielgerätewagen,
  • im Waldbereich wurden Hopspilze eingegraben und ein Joggingpfad angelegt.
  • Die nächsten Projekte, die wir in Angriff nehmen wollen, sind ein großflächiger Sandaustausch in den Sandspielbereichen, die Errichtung eines großen Spielgerätes, sowie die Neuanlage einer Laufbahn.